Godi Keller bezeichnet sich als waschechten St. Galler. Kindergarten, Schulen und Berufslehre absolvierte er in der Ostschweizer Metropole. Nach einem längeren – damals obligaten - Sprachaufenthalt in Neuenburg und einem weiteren in England ging das Karriere-Treppchen während 30 Jahre bei einer lokalen Bank aufwärts. Bereits mit 16 Jahren besass er die erste „Tanz-Kapelle“, um das Taschengeld etwas aufzubessern. Tanzmusik und Akkordeon-Orchester (30 Jahre AON Nagel) gehörten nebst Handball und anderen Sportarten zu seinen wichtigsten Hobbies. Infolge Heirat und beruflichem Engagement musste aber die Tanzmusik etwas in den Hintergrund gedrängt werden. Da aber die beiden Söhne in jungen Jahren bereits Gefallen an der Musik (Orgel/Klavier und Akkordeon/Schlagzeug) fanden, war auch der Vater wieder gefordert und motiviert, intensiver zu üben, um in der neu gegründeten Familienkapelle mithalten zu können. Diese durfte während rund 3-4 Jahren diverse Höhepunkte erleben, darunter auch einen spontanen TV-Auftritt mit Wysel Gyr. Nachdem die Söhne das häusliche Nest verliessen, wurde es auch um das eigene Akkordeon wieder etwas stiller.
Nach einer beruflichen Herausforderung im Schweizerischen Banken-Rechenzentrum in Zürich, die ca. 10 Jahre dauerte, erfolgte 2006 kurz vor Pensionierung ein gesundheitlicher Schicksalsschlag: Hinschlag mit rechtseitig gänzlicher Lähmung. Der Beruf war von einem Tag auf den andern unwichtig, aber umso bedeutender wurden Sport und Musik. Letztere dienten als beste Therapie, was inzwischen auch zu einer sozusagen gänzlichen Genesung führte. Seit Pensionierung im Jahre 2008 ist nun auch genügend Zeit vorhanden, um das Akkordeon mit MIDI-Expander (zur Imitation unzähliger Instrumente und Klangfarben) in den verschiedensten Musik-Richtungen zum Hobby Nr. 1 zu machen.
Und zum Schluss noch dies: Wie schön ist es doch, wenn man mit Musik nicht nur sich selbst, sondern gleichzeitig auch andern eine Freude bereiten darf.  
zurück